Derbyniederlage

Nach zwölf Minuten gab es den ersten Aufreger der Partie. Schiri Marco Lechtenberg sah ein Handspiel eines West-Verteidigers, der Arm war jedoch angelegt, so war dieser Elfmeter sehr umstritten. Imeri scheiterte mit seinem gut geschossenen Elfer jedoch am glänzend parierenden Sebastian Siebenbach.

In der 31. Minute gab es dann auf der anderen Seite den Pfiff. Pjetrovic hatte den Arm auf der Schulter von Hashimoto, welcher leichtfertig zu Boden ging. Sicherlich ein Elfmeter, den man pfeifen kann, aber definitiv nicht pfeifen muss. Abdullah Keseroglu verwandelte den Elfmeter im Anschluss zur 1:0-Führung für die Gastgeber. So ging es in einer ereignisarmen Partie mit einem verdienten 1:0 in die Pause, da Düsseldorf-West die aktivere Mannschaft war.

In der zweiten Hälfte kam TuRU besser in die Partie. Mitten in eine Druckphase herein fiel in der 69. Minute jedoch das 2:0. Bei einem Konter spielte Omote den Ball scharf in die Mitte. Am Fünfmeterraum hielt Ordelheide perfekt den Fuß rein und lies Nowicki im Tor keine Chance. In der 80. Spielminute gab es dann den dritten Elfmeter der Partie. In einem Zweikampf mit Nadidai ging Omote nach einem robusten Körperkontakt zu Boden. Zilgens jagte den Elfmeter im Anschluss deutlich über den Kasten. In der Nachspielzeit sorgte dann Nadidai mit einem Eigentor noch für den 3:0-Endstand. Einen missglückten Schuss von Omote lenkte er unglücklich ins eigene Tor.

West-Trainer Marcus John war nach dem Spiel sehr zufrieden: “Ich bin überglücklich. Nach der Niederlagenserie war der Sieg enorm wichtig. In den letzten Spielen haben die Gegentore Überhand genommen, daher bin ich besonders froh, dass wir zu Null gespielt haben. Ein neues System ist immer ein gutes Mittel, und das hat heute taktisch auch gut funktioniert. In der ersten Halbzeit haben wir besser gespielt und in der zweiten Hälfte hatten wir dann das nötige Glück.”

Sein Trainerkollege Frank Zilles sah in West einen verdienten Sieger: “Glückwunsch an West, sie haben verdient gewonnen. Mit dieser Leistung haben wir nicht verdient was mitzunehmen, so kann man die Spiele nicht gewinnen. Nach zwölf Minuten ist die Partie für uns eigentlich schon Geschichte. Nach dem verschossenen Elfmeter gehen unsere Köpfe schon wieder runter und danach waren wir zu viel damit beschäftigt Entschuldigungen zu finden. In der Pause haben wir dann ein paar Sachen umgestellt, dies hat jedoch auch nur bedingt geholfen. Nachdem es zuletzt gut lief, ist das nun leider wieder ein klarer Einbruch.”

Trainer diplomatisch bei Elfmeterentscheidungen

Beide Trainer übten sich in der Pressekonferenz, angesprochen auf die Elfmeterpfiffe, in Diplomatie. “Den ersten Elfer hab ich nicht so recht gesehen, unsere Elfmeter fand ich aber eindeutig”, gab John zu verstehen. Zilles wollte darauf nicht eingehen und fügte nur hinzu: “Lassen wir es am besten einfach so stehen.”

Quelle: Reviersport

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