Unglückliche Niederlage gegen Schonnebeck

Das Team von Trainer Frank Zilles hält gegen den Tabellenzweiten gut mit, verliert dennoch mit 1:2 gegen Schonnebeck.

Am Ende musste der Tabellenzweite sogar zu unsportlichen Mitteln greifen, um den knappen Vorsprung gegen die TuRU über die Zeit zu retten. Die Gelbe Karte, die sich Schonnebecks Torhüter Andre Bley kurz vor dem Abpfiff für das Wegwerfen des im Toraus liegenden Balles einhandelte, war auch ein Ausdruck dafür, dass die TuRU die zu den Spitzenteams der Fußball-Oberliga zählenden Gäste ernsthaft in Bedrängnis brachte.

Letztlich standen die couragierten Oberbilker gegen den abgeklärten Favoriten aber dennoch mit leeren Händen da. Dass sogar Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies von einem „glücklichen Sieg“ seiner Mannschaft sprach, war letztlich nur ein schwacher Trost für TuRUs Coach. „Wir haben das Spiel leider durch zwei Standardsituationen aus der Hand gegeben. Aus dem Spiel heraus haben wir so gut wie nichts zugelassen“, meinte Frank Zilles nach dem 1:2 (0:1).

Tatsächlich waren es die Hausherren, die vor 200 Zuschauern im Stadion an der Feuerbachstraße mehr Ballbesitz und Spielanteile hatten, weil sich die ersatzgeschwächten Gäste auf das Kontern verlegten. Nach Julian Krays erster Schusschance (6.) dauerte es eine Weile, bis es vor dem Schonnebecker Tor wieder gefährlich wurde. Zunächst zwang Max Nadidai den Gäste-Keeper mit einem Flachschuss zu einer Parade (39.). Wenige Sekunden später scheiterte Philip Lehnert an Andre Bley (40.). Zu diesem Zeitpunkt führte der ökonomisch agierende Gast bereits mit 1:0. Nach einer Ecke des Ex-Fortunen Soufian Rami traf Leon Engelberg mit einer Direktabnahme aus 16 Metern (23.).

Genau auf diese Situationen konnte sich Schonnebeck verlassen. Im Stile einer Spitzenmannschaft schlug der Gast nach gut einer Stunde ein weiteres Mal zu. Diesmal war es der eingewechselte Sturmtank Marc Enger, der den Ball im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz über die Torlinie wuchtete (65.).

Die TuRU gab sich allerdings auch danach noch nicht auf. Während bei Schonnebeck nun merklich die Kräfte nachließen, brachte Frank Zilles noch einmal frische Offensivkräfte. Die Hereinnahme von Malte Boermans und Takehiro Kubo sollte sich auch gleich bezahlt machen. Nach einer Flanke von Boermans erzielte Kubo das Anschlusstor und läutete eine hektische Schlussphase ein, in der Saban Ferati nach einem Zweikampf mit Timo Patelschick im Strafraum zu Fall kam. Der geforderte Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Kevin Dominik blieb aber aus (85.).

TuRU: Nowicki – Nadidai, Pjetrovic, Reitz, Salau (69. Kubo) – Lehnert, Clasen, Kray (69. Imeri), Norf (78. Boermans), Ferati – Öz; Tore: 0:1 (23.) Engelberg, 0:2 (65.) Enger, 1:2 (78. Kubo)

Quelle: WZ

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